Veröffentlichung

Aufbruch zu den Hansen

Eine Genealogie von Kurt Zuckschwerdt. Er hat in der Edition Unik sein Buch geschrieben und nach anschliessender Überarbeitung publiziert.

Bereits im 11. Jahrhundert wurde im Norden Handel betrieben. Mit einer Ochsenkarre von Ort zu Ort oder mit einem Schiff von Hafen zu Hafen, bewaffnet mit Schwert und Dolch zur Selbstverteidigung. Gilden wurden in verschiedenen Städten gebildet, denn die Wege und Meere waren von Räubern nicht sicher, man reiste zusammen und stand sich gegenseitig bei.

1143 wurde Lübeck als Handelsort gegründet. Adolf II. Graf von Holstein suchte Kaufleute, um seine neue Stadt zu besiedeln und die Idee des freien Handels zu verwirklichen. Ein wichtiger neuer Ort der Hansen war geboren. Sie suchten den freien Handel auf sicheren Wegen. Ein loser Bund von Kaufleuten, ohne Territorium, ohne Regierung, ohne Flagge oder Währung. Sie gründeten Kontore in wichtigen Häfen oder Städten und hielten Versammlungen ab. Gemeinsam zogen sie gegen die Seeräuber und auch Fürsten in die Schlacht. Der Deutsche Orden sorgte auf seinem Gebiet selber für Ordnung. Die Macht der Hansen war ihr Reichtum.

All das geschah vor fast 1000 Jahren — ohne Fax, Telefon, Handy, Börse oder facebook, alles auf Absprache und Vertrauen.

Hat man das auch in Raitenhaslach gehört? Conradus Tuchezvert, der Architekt und Goldschmied war 1248-1258 Bürger in Hamburg. War er auch einer der Hansen? War er ein Bruder von Wernhardt oder von Chalhoch von Raitenhaslach? Wie kam 50 Jahre später unser Henricus, der Deutsche Ordensritter, in den Norden? Fragen ohne Antworten.

In Wismar lebte eine ganze Patrizier Familie Tuckezwert von 1334 bis 1465 und beteiligte sich an der Politik, bevor sie aus den Büchern verschwand. Da war der Nicolaus, Henneke, Johannes, Clawes, Lübbeke, Tydeke, Tiberius, Dietrich, Vicke und sicher noch weitere Tuckezwert. Im Norden sprach und schrieb man das «Z» als «T», bedingt durch die Lautverschiebung der deutschen Sprache. Denn zur Zeit der Hansen war Mittelniederdeutsch die Weltsprache in ihrem Wirtschaftsraum, von Holland bis Königsberg und von Skandinavien bis tief nach Deutschland. Die Dokumente wurden in dieser Sprache geschrieben und sind für uns heute schwer zu lesen und zu verstehen.

Festung des Deutschen Ordens, Marienberg in Malbork, Polen. (Foto: zvg.)

Festung des Deutschen Ordens, Marienberg in Malbork, Polen. (Foto: zvg.)

1380 tauchte der Name des berühmten (berüchtigten) Seeräubers Klaus Störtebeker in einem Gerichtsbuch von Wismar auf. Bei einer Schlägerei bekam er ein blaues Auge ab. Er hatte in den folgenden Jahren die Hansen-Kaufleute immer wieder in Aufruhr gebracht. 1381 begann der Neubau der Nikolaikirche in Wismar. 1383 starb Heinrich III. von Mecklenburg und hinterliess in der Ostsee ein grosses Kräftevakuum. Königin Margaretha von Dänemark (aus der Familie von Hamlet, von William Shakespeare) suchte mit starkem Auftritt und Gefangennahme ihrer Gegenspieler die Oberhand zu erreichen. In diesen Wirren hatten die Seeräuber Hochbetrieb und Störtebeker war immer an vorderster Front. Die einzelnen Hansestädte waren zu klein und ein echtes Bündnis gegen die Seeräuber kam nur sporadisch, für kurze Zeit, zustande. Über Jahre wurden Versammlungen in verschiedenen Hansestädten und in der Marienburg des Deutschen Ordens abgehalten, Entschlüsse gefasst, die keiner beachtete solange seine Geschäfte gut gingen. 1391 stellten Wismar und Rostock Kriegsschiffe zusammen, die von Johan Tuckeswerd als Schiffshauptmann befehligt wurden, und eroberten Bornholm und Gotland, um die Piraten zu vertreiben. Der Deutsche Orden räucherte 1398 ein ganzes Piratennest auf Gotland aus und übergab die Insel dem Schwedischen Ritterorden.


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Das Buch von Kurt Zuckschwerdt kann bei ihm bestellt werden. Es kostet 31 Franken inkl. Porto und Verpackung.

Kurt Zuckschwerdt
Chellenstrasse 27
9403 Goldach
kuzu@gmx.ch


Ungestörte und schönste Zeit – Kindheit in Ulaanbaatar

Ein Fragment aus dem Buch «Das Leben und ich» von Fiore Rubino. Fiore Rubino hat ihr Buch in der Edition Unik geschrieben und anschliessend publiziert.

Fit und fröhlich: Autorin Fiore Rubino mit den beiden Versionen ihres Buches (Foto: zvg.)

Fit und fröhlich: Autorin Fiore Rubino mit den beiden Versionen ihres Buches (Foto: zvg.)

Ein Land, unberührt, natürlich und reich an Bodenschätzen. Ein Land mit weiten Steppen und der heissen Wüste Gobi, mit schönen Bergen, streichelnden Winden und strahlend blauem Himmel an 360 Tagen im Jahr – das ist die Mongolei.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei. Wir lebten an einer langen Strasse in einer schneeweissen Jurte, die zusammen mit zwei anderen Jurten durch einen Holzzaun und eine Metalltüre von der Strasse abgetrennt war. Morgens machte mein Vater jeweils als erstes Feuer im «Zuuh» (Ofen) und kochte dann Tee. Ich genoss es immer, neben dem Ofen zu sitzen, Hände, Rücken und Popo zu wärmen und zu frühstücken. Manchmal legten wir die Kleider in die Nähe des Ofens, damit sie später zum Anziehen schon warm waren. Ich bin das drittjüngste von sechs Kindern. Ich habe zwei ältere Brüder, eine ältere Schwester und zwei jüngere Schwestern.

Alle Kinder spielten immer draussen, denn die wenigsten der hier lebenden Familien hatten einen Fernseher. Sobald die Hausaufgaben gemacht waren und alles aufgeräumt war, stürzten die Kinder nach draussen. Oder man ging zu der einzigen Familie, die einen Fernseher hatte und bat die Erwachsenen: «Dürfen wir bei euch das Kinderprogramm schauen?» Die Antwort lautete stets: «Ja, klar doch...» Dann sassen alle brav am Boden bis der Film fertig war. Mit der Zeit hatten immer mehr Familien einen Fernseher.

Fiore Rubino beherrscht nicht nur den echten Spagat, sondern auch jenen zwischen zwei Welten (Fotos: zvg.)

Fiore Rubino beherrscht nicht nur den echten Spagat, sondern auch jenen zwischen zwei Welten (Fotos: zvg.)

Bereits als Kind habe ich, wann immer ich etwas haben wollte, dafür eine Lösung gesucht. Was ich gut fand, habe ich einfach getan. Hier ein paar Beispiele: Als ich unbedingt ins Kino wollte und Geld für den Kinoeintritt benötigte, fing ich zwei Wochen vorher an, Papas Schuhe zu putzen. Dann fragte ich meinen Vater: «Hast du deine Schuhe gesehen?» Da antwortet er: «Ja, das habe ich gesehen, das hast du gut gemacht...» – und gab mir das Geld für das Kino. Dann gingen wir mit Freunden ins Kino. Oder ich putzte die Fenster, wenn ich Geld für Kekse oder Bonbons wollte. Einmal sah ich in einem Bus einen jungen Mann, der Zwetschgen ass. Da kriegte ich wahnsinnig Lust darauf. So fragte ich: «Dürfte ich bitte ein Stück davon haben?» Ich kriegte sogar drei Stücke.

Das war schon früh meine Strategie: Immer fragen. Ohne fragen geht nichts. Sehr gerne mochte ich, wenn meine Grossmutter Milch mit Reis kochte. Damit sie dieses leckere Gericht für mich zubereitete, nahm ich hin und wieder eine kleine Packung Milch aus unserem Kühlschrank und brachte sie zu Grossmutter. Wenn am Abend die Eltern merkten, dass zu wenig Milch im Kühlschrank war, gab ich mich unwissend und sagte: «Ich weiss nicht, wo die Milch ist», oder manchmal sagte ich: «Ich habe die Milch getrunken.»

Eines Tages habe ich im Handarbeitsunterricht ein neues Strickmuster gelernt. Erst war es mir und den anderen Mädchen nicht klar, aber nach mehrmaligem Nachfragen bei der Lehrerin hatte ich das Muster im Kopf und notierte es auf einem Blatt Papier. Auf dem Nachhauseweg studierte ich die Skizze.

Doch ich hatte ein Problem. Ich hatte keine Wolle! So ging ich direkt zu meiner Grossmutter und fragte sie. Leider hatte sie keine, nur verschiedene Resten. Sie sagte: «Warte ein paar Tage, nächste Woche besorge ich dir welche.»

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Doch ich erwiderte: «Nein, bis dahin werde ich das Muster vergessen haben.» Also ging ich nach Hause und suchte in den Stricksachen meiner Mutter, fand aber auch da nichts. Also trennte ich meinen Schal und meine Mütze auf – ich hatte Faden zum Stricken! Fünf Mal hatte ich begonnen, doch sassen die Maschen noch nicht richtig. Zum Glück kam dann meine Mutter nach Hause. Ich habe sie um Hilfe gebeten, da ich am nächsten Tag meine Mütze wieder anziehen wollte. Ich kochte für sie Tee und setzte mich dann neben sie, worauf sie mir zeigte, wie man richtig beginnt.

Dann strickte ich mit grosser Freude fleissig weiter bis morgens um fünf Uhr in der Früh, obschon mich meine Eltern mehrmals aufforderten, endlich schlafen zu gehen. Ich erinnere mich noch gut, wie ich die letzten Reihen im Schein meiner Taschenlampe unter der Bettdecke versteckt fertig gestrickt habe.

Meine Eltern sprechen noch heute davon: Wenn Fiore etwas erreichen wollte, konnten wir sie nicht stoppen – das Beste war, sie in Ruhe ihre Sache machen zu lassen.


Mehr von Fiore Rubino lesen?
Das Buch «Das Leben und ich» von Fiore Rubino ist inzwischen bei Liteareon erschienen und kann mit der ISBN 978-3-8316-2011-1 im regulären Buchhandel bestellt werden.
Hinweis: Am 27. April lädt Fiore Rubino zur Benefizveranstaltung im GZ Riesbach, Zürich. Details folgen rechtzeitig im Veranstaltungskalender.

Oder gleich selber schreiben?
Nur zu! Die Edition Unik ist ein Projekt für alle: Sie verbindet Komponenten on- und offline und richtet sich an Menschen, die ihre Geschichte(n) aufschreiben möchten. Schreiberfahrung braucht es keine, man darf sie aber natürlich mitbringen, den Umgang mit dem Computer sollten Sie aber gewohnt sein.

Fragen?
Werfen Sie einen Blick in unsere
Antworten, lesen Sie die Projektinformationen und schauen Sie sich unser Video an oder kontaktieren Sie uns.


Vom Pilotprojekt an die Leipziger Buchmesse

Ein Beitrag von Norbu-Madelaine Faltin. Sie hat in der Edition Unik ihr Buch geschrieben und inzwischen beim Triga-Verlag veröffentlicht.

An der Leipziger Buchmesse (Bild: zvg)

An der Leipziger Buchmesse (Bild: zvg)

Als ich 2015 am Pilotprojekt der Edition Unik teilnahm, konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, innerhalb von drei Monaten ein Buch zu schreiben. Ich als technisch unbegabtes Wesen was PC betrifft bekam aber so viel Unterstützung vom Team der Edition Unik, sodass ich – wie alle andern Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch – alles, was mir eingefallen ist, gesammelt, sortiert und dann zusammengefasst habe.

In drei Monaten zum Buch
Es ist mir tatsächlich gelungen nach drei Monaten mein Buch in den Händen zu halten. Ich habe über meine Krebserkrankung, die Erfahrung mit den Tuareg und einen Teil meiner Lebensgeschichte geschrieben – vor allen Dingen für meine Enkel. Voller Stolz habe das Buch auch Freunden zu lesen gegeben, deren Feedback dann lautete: «Überarbeiten und veröffentlichen.»

Bild: zvg.

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Lesung an der Leipziger Buchmesse
Im September 2015 war es dann soweit und ich verschickte ein paar Manuskripte. Im Oktober 2016 hat mich ein Verlag nach Deutschland eingeladen. In guter Zusammenarbeit wurde mein Buch gestaltet und schlussendlich war es zur Leipziger Buchmesse fertiggestellt. Mit klopfendem Herzen bin ich nach Leipzig gefahren und durfte dort vor viel Publikum eine Lesung halten. Es war ein starkes Erlebnis.

Zum einen soll mein Buch Menschen zur Besinnung bringen und stärken, aber auch zeigen, dass man sich nicht einfach unterwerfen muss, wenn man eine schlimme Diagnose bekommt. Zum anderen sollte man niemals den Mut verlieren, auch wenn nicht alles im Leben happy enden kann.

Allen, die in Zukunft ihre Geschichten bei der Edition Unik niederschreiben, wünsche ich viel Spass und Erfolg!

 

Angaben zum Buch

Titel: Mit Krebs im Rucksack durch die Wüste
Autorin: Norbu-Madelaine Faltin
ISBN: 9783958281332
Verlag: Triga, der Verlag

 

450 Gramm Lattich

Eine heitere Mundartanekdote von Ueli Johner-Etter. Er hat in der Edition Unik sein Buch geschrieben.

We me z Märit geit, lehrt me mit dr Zyt verschiedeni Chundinne u Chunde kenne. Di Einte si komplizierter, Angeri weniger; di Einte hei gärn abwächsligsrychi Choscht, angeri si uf irgend äs Gmües oder Salat iigschosse u chöi de absolut nid begryfe we das einisch nid vorhande isch. I jedem Fau isch aber „der Kunde König“ u mir probiere di verschiedene Wünsch vo üsere Klientele ds erfüue. So e Chundin isch d Frou Mumetaler gsy. Si isch sicher fasch zwänzg Jahr lang a jedem Samstigmorge regumässig a üse Gmüesstang cho für ihre Ychouf ds tätige. D Frou Mumetaler isch e chlyneri Frou gsy mit chlyne, churze Häng, ganz äs unschynbars Pärsönli; si isch mit churze Schrittli cho derhär z loufe. Im Herbscht, Winter bis i Früelig het si e scho ziemli abtreite brune Mantu aagha, am Arm ihri auti Märittäsche mit em abgwetzte rote Portmonnai. We mer si hei gseh cho dür Strass uche loufe, hei mer scho gwüsst was sie gärn hätti… u üser Ching hei gchüschelet: „lue dört chunnt ds Lattlech“… U de isch si vor em Stang gstange, het d Uslag u Uswau gmuschteret u gseit: „dier wüss ja Herr Johner wi gäng, 450 Gramm Lattlech, aber äs chunnt nid so drufa…“

Bild: Pexels.com

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Sicher han i das gwüsst, u scho vorhär ä passendi Stude Lattlech i ds Oug gfasset gha. Isch einisch aber kei passends Lattlech i dere Grösse im Chischtli umewäg gsi, hets fasch äs Drama gäh; „wüsster Herr Johner mit vierhunder Gramm han i eifach nid gnu gässe u mit föifhundert äbe ging e tumme Räschte vürig…, eh lueget doch no einisch, wüsster 450 Gramm, aber äs chunnt ja nid so drufa…“ Meischtens isch es de scho gange; i ha are grössere Stude mit em Mässer unger chley abhoue oder zwüschedüre hets de für di Ässesration vor Frou Mumetaler mängisch zwö chlyneri Stüdeli brucht; oder de han i scho vorhär so äs dunkugrüens Gwächs uf dWaag gleit, derbi eis Blatt oder zwö wäggnoh das ds gwünschte Gwicht de stimmt, u ungerem Tisch parat gleit. Bim Wäge vo däm preparierte Exemplar sägen i bylöifig: „e lueget da Frou Mumetaler genau öies Gwicht…“ de het si mi aagluegt, gschtrahlet u git aus Antwort: “Jetz hei mer aber Glück gha, eigetlich wärs ja nid so drufa cho, eifach ungfähr 450 Gramm, dier wüssets ja Herr Johner.”

Usnahmswys hei mer amene Samschtig einisch eifach kei Lattlech gha; da het sech d Frou Mumetaler tatsächlech entschlosse de haut i Gottsname äs Bluemchöli z choufe; aber na dere Entscheidig isch glych no ds obligate Sprüchli derzuecho: „gäuet Herr Johner, wi gäng ungefähr 450 Gramm, aber äs chunnt ja nid so drufa…“ I ha äs pfüdigs Exemplar gwoge, dr Schnitzer gno u chley am Storze abghou u Frou Mumetaler isch glücklech gsy, we scho ke Lattlech de wenigschtens 450 Gramm… Jahre später het sie üsem Chrischtoph einisch gseit si hätti no e auti Miuchchanne im Chäuer ober mer di wetti für Sunneblueme iizsteue; si warti bi däm und däm Husnummero ar Strass. Klar hei mer das wöue u si d Strass dürab zu däm Nummero gfahre. Won i mit em Chrischtoph parkiere seit sie: „dier syt genau richtig da, hie i mym Chäuer isch di Channe, wüsst dr Herr Johner das hie isch drum my Liegeschaft…” Dr Chrischtoph u ig luege enang verdutzt a; dr Frau Mumetaler ihre Liegeschaft isch äs Nünfamiliehus wo si säuber ir schönschte Wohnig wohnt. Jetz isch das Märitgschichtli tatsächlech imene Büechli ufgschrybe. I ha drum dr Frou Mumetaler einisch gseit wen ig de myni Memoire vom Märit aufschriibi sig si de uf Syte 101 aus Frou M. erwähnt. Si het mi den gross aagluegt u gfragt: „werum grad uf dr Syte 101?“ Druf sägere mit emen Ougezwinkere: „eh ungfähr, das chunnt ja de nid so drufa, i ha nume chlei lut dänkt…“

 

Ueli Johner-Etter gibt sein Buch im Eigenverlag heraus. Es ist auch in der Papeterie Kerzers  sowie in der Altstadtbuchhandlung Murten erhältlich. Es kostet CHF 25.--, kontaktieren Sie uns, wenn Sie Interesse an einem Buch haben.

WARUM? Buch Nr. 1, Buch Nr. 2 und Buch Nr. 3

Ein Gastbeitrag von Sonja Casutt. Sie hat in der Edition Unik ihre Bücher geschrieben.

32 Jahre! Eine lange Zeit des Bangens und des Hoffens, des Lebensüberdrusses und der Höhenflüge, der Schicksale und der Freude. Und immer wieder die gleiche Frage: Warum? Warum? Warum?

In meinen drei Büchern geht es um meine Lebensgeschichte und meine Krankheit. Nach mehr als drei Jahrzehnten erfuhr ich endlich, was ich habe, warum ich es habe und dass es eine Therapie gibt. In unzähligen Therapiestunden gelang es, zu mir zu finden und mein Schicksal anzunehmen.

Ich leide seit meinem 17. Lebensjahr an wiederkehrenden heftigen Krampfanfällen, welche epileptischen Anfällen sehr ähnlich sehen. Die Ursache ist jedoch eine ganz andere. Meinen Anfällen liegen keine krankhaften Prozesse im Gehirn zugrunde, sondern frühkindliche Traumata.

Erhaben und stolz
Auf die Edition Unik wurde ich durch einen Artikel im Migros Magazin aufmerksam. Im Januar 2016 stieg ich in meine erste Schreibrunde ein. Die Edition Unik App ist einfach zu handhaben und der klare Zeitplan war für mich äusserst hilfreich. Während den ersten zwei bis drei Tagen verbrachte ich viele Stunden am PC. Danach folgte ich der Empfehlung der Edition Unik und schrieb pro Tag ein- oder zweimal während ca. 45 Minuten. Im Mai 2016 hielt ich mein erstes Buch in meinen Händen. Das war ein erhabenes und stolzes Gefühl.

In meinem Erstlingswerk nannte ich alle Personen, Institutionen, Ärzte und Therapeuten sowie Ortschaften beim richtigen Namen. Während meinen verschiedenen Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken gingen vor allem die Ärzte nicht zimperlich und feinfühlig mit mir um. Deshalb titulierte ich einige von ihnen auch nicht mit liebenswürdigen Worten.

Ich bestellte 20 Exemplare meines Buches nach und verschenkte sie zusammen mit einem Fragebogen an meine drei Kinder, an meine behandelnden Therapeutinnen und Ärzte sowie an liebe Freundinnen und Kolleginnen. Die Auswertung der Fragebogen ergab, dass ich meine ganze Geschichte unbedingt anonymisieren sollte. Gewisse Aussagen hätten mich vielleicht vor Gericht bringen können. Mein Sohn fand zudem, dass einzelne Kapitel oder Passagen in einem Buch, welches ich zu veröffentlichen gedenke, nichts zu suchen haben.

Ausgerüstet mit vielen Empfehlungen und tollen Feedbacks startete ich im August 2016 bei der Edition Unik in die zweite Runde. Das zweite, fertige Buch diente dann als Manuskript. Mit diesem begab ich mich auf Verlagssuche. Dies stellte sich als besonders schwierige Aufgabe heraus.

Leider fand ich keinen Verlag, welcher bereit war, das Risiko einer Buchveröffentlichung einer unbekannten Autorin zu tragen. Zeitaufwändige Recherchen im Internet führten mich zu «Books on Demand» (BoD). Der Geschäftssitz befindet sich in Hamburg.

Zu fairen Preisen konnte ich ein Dienstleistungspaket ganz nach meinen Bedürfnissen zusammenstellen. Dies bestand aus einem Lektorat, einem professionellen Buchsatz, einem von einer Grafikerin erstelltem Cover nach meinen Ideen und einem Schlusskorrektorat. Bei BoD muss keine bestimmte Auflage gedruckt werden, was ich als grossen Vorteil erachte. Egal über welchen Kanal ein Buch bestellt wird, es wird erst nach erfolgter Bestellung gedruckt.

 

Buchbestellung

Bild: zvg

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Autorin: Mary Rose W.
Buchtitel: Warum habe ich nichtepileptische Krampfanfälle? Mein Recovery-Weg mit Trauma-Therapie
ISBN: 978-3-7431-8279-0

Gerne stehe ich für Fragen zur Verfügung. Kontaktieren Sie die Projektleitung der Edition Unik, sie wird den Kontakt herstellen: edition-unik@hellerenter.ch.


Gelesen und gehört
Am 29.10.2017 fand zudem ein Edition Unik Café mit Sonja Casutt im «Karl der Grosse», Zürich, statt. Weitere Cafés, Lesungen und Veranstaltungen werden rechtzeitig im
Veranstaltungskalender der Edition Unik publiziert.