erlebt – erzählt – erfahren

Ein Erfahrungsbericht von Peter Zollinger. Er hat in der Edition Unik sein Buch geschrieben.

Autor Peter Zollinger am Edition Unik Café im Frühjahr 2019 in der Alten Kaserne (Foto: zvg.)

Autor Peter Zollinger am Edition Unik Café im Frühjahr 2019 in der Alten Kaserne (Foto: zvg.)

Am 12. Juni 2018 bin ich oberhalb vom Kalterer See mit dem Velo gestürzt und habe nebst zwei Rippenbrüchen einen Riss im Schambeinbereich erlitten. In der Folge war ich 2 Monate an den Rollstuhl gebunden. In dieser Zeit erschien in unserer Lokalzeitung ein Bericht über eine Frau aus unserem Tal, die ein Buch bei Edition Unik verfasst hatte. Spontan kam mir der Gedanke, dass ich jetzt Zeit und Musse hätte meine bereits geschriebenen Geschichten zu sortieren, zu überarbeiten und mit neuen Geschichten zu ergänzen. Kurz gesagt «Glück im Unglück».

Im Frühjahr 2018 konnte ich in meinem Heimatdorf ein Erzählcafé gestalten und hatte dort unter dem Titel «Von den Knickerbockern zu den roten Hosen, ein Lebenspuzzle» erste Geschichten vorgelesen. So war das Konzept des Buches bereits angedacht. Keine Biografie im klassischen Sinn, sondern Geschichten aus meinem Leben puzzleartig zusammengesetzt, so, dass ich jederzeit weitere Teile einfügen konnte. Dieses Konzept gab mir die notwendige Freiheit beim Schreiben und der Gestaltung des Buches. So hatte ich beim Einstieg beim Buchprojekt von Edition Unik bereits eine gewisse Basis.

Mit diesen Vorzeichen hat sich mein Schreibprozess etwas anders gestaltet als von Edition Unik geplant. Hatte ich in den ersten Wochen beim Schreiben einen Stau, konnte ich die bereits vorhandenen Geschichten überarbeiten und meinem Mentor zum Lesen und Korrigieren geben. Nach zehn Wochen hatte ich ausreichend Geschichten für mein Buch, so dass jede weitere Geschichte bereits ein Dessert war. So machte mir das Schreiben jederzeit Freude.

Glücklicherweise hatte ich in der 12. Woche die Idee mit dem Titel «erlebt – erzählt – erfahren». Damit konnte ich die Geschichten diesen drei Themen zuordnen und das grobe Gerippe war gegeben. Etwas aufwendiger gestaltete sich dann die Feinsortierung. Mit grosser Freude habe ich am 5. Dezember 2019 das Buch zum Druck freigegeben.

Fazit
Inzwischen habe an zwei Lesungen verschiedene Geschichten aus meinem Buch vortragen können. Meine Erkenntnis, ich werde in Zukunft die Geschichten mehre Male laut vorlesen. Beim Lesen habe ich gespürt, wenn es holpert, wenn ein Satz anders formuliert werden müsste oder ob eine Geschichte grundsätzlich stimmig ist.

Lesungen
Die Vorlesung «Edition Unik Café» im alten Zeughaus in Winterthur war ein grossartiges Erlebnis. Die Lesung wurde durch eine Mitarbeiterin des Zeughauses moderiert, das heisst, das Lesen war in einen Dialog eigebettet, der jeweils in die nächste Geschichte überleitete. Das freie Gespräch dazwischen über mich als Schreiberling, über meine Motivation und meine Art zu schreiben war sehr farbig und stimmig. Den Zuhörern hat es Spass gemacht, das war zu sehen und zu spüren.