Stimme aus der Edition Unik

  Bild: Joëlle Kost

Bild: Joëlle Kost

Eine eigene Biografie zu schreiben, ist der beste Übungsort und das beste Mittel gegen Gedächtnisverlust.

Der Prozess des Schreibens begann bei mir visuell. So offenbarten sich mir zunächst die ersten Bilder (Personen und Orte) der schon längst vergessenen und verborgenen Welt einer Zeit, die gespeichert und wie auf Filmnegative gebannt im Geheimen stehen geblieben ist.

Erst tauchten die Worte (Namen) auf, dann ein Sammelsurium aus Sätzen und Gedanken, die gebündelt, gestapelt und geordnet zu einer Erzählung wurden, so als hätten sich von alleine in der Dunkelkammer aus den Filmnegativen Fotografien entwickelt. So hat mich die Sprache und die Geschichte der Kindheit gefunden, der ich weiter folgen kann.
— Blazenka Kostolna, Teilnehmerin