Das Denken befreien

Schreibende aus der Edition Unik lassen uns immer wieder wissen, wie befreiend und wohltuend das Sammeln und Schreiben sei, das sie 17 Wochen lang betreiben. Dass das Schreiben ein Ventil sein kann, ist spätestens seit James Pennebaker anerkannt, der in den 1980ern eine neue Therapieform begründete: das expressive Schreiben.

Beim expressiven Schreiben geht es darum, dass man sich regelmässig und intensiv mit bestimmten Erlebnissen auseinandersetzt, und zwar schreibend. Diese Technik gilt heute als wirksame Methode der Selbsttherapie – und ist keine wirklich neue Erfindung. Schon lange werden Briefe, Gedichte und Tagebücher geschrieben, die für keine anderen Augen als die eigenen bestimmt sind.

Einen ähnlichen Prozess durchlaufen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Edition Unik: Die Bücher, die in 17 Schreibwochen entstehen, sind in erster Linie nicht für eine Öffentlichkeit gedacht, sondern als Geschenke der Schreibenden an sich selbst oder an ihre Liebsten.

Wir haben ein paar Stimmen dazu eingefangen, lesen Sie selbst.

Das Schreiben erweitert das Bewusstsein, schärft die Wahrnehmung und schenkt die Freude, ein einmaliges Werk geschaffen zu haben.
— Roman Müller, Teilnehmer der Edition Unik
Es war für mich enorm bereichernd, diese Zeiten nochmals zu erleben. Und in der aktiven Rückschau so vieles zu verstehen und ihm eine andere Bedeutung zu geben.
— Verena Raaflaub, Teilnehmerin der Edition Unik
Ich versuchte, das Gute wie auch das Schmerzhafte auf mich zukommen zu lassen. Zu meiner Überraschung merkte ich, dass das Gute und Liebevolle bei Weitem überwiegt. Das ist eine Entdeckung für mich, das war mir zuvor nicht bewusst.
— Susanne Baer, Teilnehmerin der Edition Unik
Nach dem «Ja» ist alles nur noch halb-freiwillig: Der leichte Zwang zur Reflexion ist heilsam, aufheiternd, Balsam für die Seele. Ein kleines Denkmal zu hinterlassen ist ein schöner Nebeneffekt.
— Jürg Schleiniger, Teilnehmer der Edition Unik
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Die Medizin ist meine gesetzliche Ehefrau, die Literatur meine Geliebte. Wenn mir die eine auf die Nerven fällt, nächtige ich bei der anderen.
— Anton Pawlowitsch Tschechow

Mehr zum Thema: Vom «Schreiben als Ventil» berichtet auch die Teilnehmerin Susanna Müller-Pfister im Interview mit dem Landboten.


Ein eigenes Buch zu schreiben kann wahrlich wohltuend sein. Wann legen Sie los? Die Anmeldungen für die kommenden Runden sind geöffnet.