«Generation Gegenwart»: Erinnerungen lesen und teilen

Chreis Foif, Indien und abgelaufene Seehundfelle: Am Sonntag, 8. April, haben im Karl der Grosse, Zürich, drei Frauen mit Begleitung aus ihren Büchern vorgelesen und das Publikum an ihren ganz persönlichen Erinnerungen teilhaben lassen.

Das Edition Unik Café ist mittlerweile fester Bestandteil im Programm vom «Karl» und hat auch an diesem sonnigen Sonntagnachmittag einige Personen in das Restaurant gelockt. Den Anfang macht Ursula, die in ihrem Buch unter anderem von ihrer Kindheit im Chreis Foif, dem Zürcher Kreis 5, berichtet. Sie erzählt vom Geruch der Farbstifte und der Tinte, der ihr schon früh zum Freund wurde. Und von den Pferden, die damals noch zahlreich in der Stadt Zürich zu finden waren, die Brauereipferde der Hürlimann zum Beispiel.

Trekking in Nepal
Danach nimmt Ruth die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf ihre abenteuerliche Reise nach Indien und auf ein Trekking in Nepal, das wegen eines Unfalls ein jähes Ende fand. Wobei, «jäh» nicht ganz richtig ist, denn Ruth und ihre Begleiterin lesen eine Passage, die davon berichtet, wie mühselig die Tage waren, die die Gesellschaft zu warten hatte, bis endlich Hilfe eintraf. Tage später zurück in der Schweiz, meinte der Arzt gar, sie habe Glück gehabt: nicht mehr lange und man hätte das Bein abnehmen müssen. «Ich kann wieder springen und tanzen, lachen und singen», sagt Ruth heute darüber und lächelt.

Den Abschluss macht Lilo, die ihr Buch den Bergen und dem Klettern gewidmet hat. Sie erzählt von erhabenen Augenblicken und erhebenden Momenten – und von dem einen Onkel in Wattwil, der ihr die ersten abgelaufenen Seehundfelle für eine Skitour geschenkt hat. Die Leidenschaft war entfacht – und ist nun zwischen zwei Buchdeckeln festgehalten.

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