Edition Unik Café im Berner Generationenhaus

Am Mittwochabend, 28. Februar 2018, erleben die Zuhörerinnen und Zuhörer im Berner Generationenhaus einen eindrücklichen Abend mit drei Lesungen. Die vorgetragenen Texte stammen aus Büchern, die in der Edition Unik entstanden sind.

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Edith Leibundgut mit ihrer Nachbarin Olga
Die zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen sitzen gemeinsam auf der Bühne, lesen aus dem Buch «Olga» vor und berichten, wie es überhaupt zu diesem Buch kam. Edith Leibundgut mietete bei ihrer Nachbarin Olga ein Schreibzimmer, um sich auf persönliche Projekte zu konzentrieren. Im Gespräch mit ihrer Vermieterin stiess sie auf deren markante Lebensgeschichte. Vor allem Olgas Erfahrungen als Teenagerin in Nazi-Deutschland wollte sie festhalten und konnte Olga für das Buchprojekt gewinnen.

Zusammen reisten sie während der Arbeit sogar an verschiedene Originalschauplätze der Lebensgeschichte in Süddeutschland. In der Lesung spürt man, wie vertraut die zwei Frauen sich durch die gemeinsame Biographiearbeit geworden sind – nicht nur als Autorin und Portraitierte, sondern als Nachbarinnen und Freundinnen. Der Bund und die Bümplizerwoche haben auch darüber berichtet.

Hanna Susanne Dym Hagnauer mit ihrem Mann Ueli
Die Autorin liest aus dem Prolog ihres Buches, indem sie die Motivation für ihr Schreiben darstellt: «Ich habe keine Kinder. Wer wird mein gelebtes Leben auflösen? Vielleicht findet der eine oder andere Wertgegenstand im näheren Kreis von Menschen, die mich kennen, noch Abnehmer, wenn ich nicht schon vorher einiges verschenkt habe.»

Weniger klar, aber wichtiger ist ihr jedoch, was einst mit ihren Erinnerungen passiert: «Erinnerungen an Menschen und ihre Geschichten, Erinnerungen an Freundschaften und wichtige Begegnungen. Was wird mit ihnen, aus meinen Erfahrungen, meinen Erkenntnissen … Was bleibt?» Hanna Susanne Dym Hagnauer hat ihr Buch «WAS BLEIBT» geschrieben, um ihre persönliche Geschichte festzuhalten. Ihr Mann Ueli liest ebenfalls daraus vor und bedankt sich bei seiner Frau – für die persönlichen, intimen Einblicke in ihre Geschichte, die sie ihm in ihrem Buch gewährt.

Weniger klar, aber wichtiger ist, was einst mit den Erinnerungen passiert.

Hans B. Meier mit seiner Frau Marianne
Hans B. Meiers Beweggründe für sein Buch «Geschichten aus meinem Leben» waren ganz andere. Er berichtet dem Publikum, wie es ihn wurmt, nichts über seine Grosseltern zu wissen. Diese Situation wollte er für seine Enkel unbedingt abwenden und hat einige für ihn wichtige Lebensereignisse in seinem Buch versammelt. Für sein Anliegen sei die Edition Unik ein Rettungsanker gewesen, über den er sich nach wie vor sehr freut.

Er beschreibt die verschiedenen Geschichten als Puzzleteile, aus denen sich sein Leben zusammensetzt. Geprägt sind sie von Erfahrungen auf verschiedenen beruflichen Stationen bei der Swissair, verteilt über alle Erdteile. Noch können seine Enkelkinder das Buch nicht lesen. Sie seien zu jung und würden darin wohl lieber malen statt zu lesen, sagt Hans B. Meier. Seine Frau Marianne ergänzt, so schlimm wäre das ja wiederum nicht.

Werfen Sie einen Blick in unseren Veranstaltungskalender und besuchen Sie das nächste Edition Unik Café.