Doppellesung mit erstklassigem Echo

Ein mehrstimmiger Erfahrungsbericht von Elisabeth Leu-Lehmann und Ueli Johner. Beide haben in der Edition Unik ihre Bücher geschrieben.

Der Bibliothekverein Kerzers hat Elisabeth Leu-Lehmann und Ueli Johner am 30. Januar 2018 zu einer Doppellesung eingeladen. Die Lesung fand im Kulturkeller Gerbestock in Kerzers statt. Zu Beginn haben die beiden die Edition Unik vorgestellt und darüber gesprochen, wie ein Buch in 17 Wochen entsteht. Sie haben abwechselnd vorgelesen: Ueli Johner hat seine Geschichten auf Berndeutsch vorgetragen, Elisabeth Leu in Schriftsprache. Die Zuhörer hingen förmlich an ihren Lippen. Die Zeit verging wie im Flug und nach der Lesung gab es viele gute Gespräche.

Die Verantwortliche vom Bibliothekverein: «Diese Doppellesung wird mir stets in guter Erinnerung bleiben! Der Kulturkeller Gerbestock war bis auf den letzten Platz besetzt! Am Nachmittag holten wir noch sämtliche Klappstühle von der Bibliothek. Von den Angemeldeten erschienen 74, dazu kamen 16 Unangemeldete und wir drei vom Vorstand. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass Anlässe mit lokalen Persönlichkeiten sehr geschätzt werden. Das Echo war überaus positiv.»

  Elisabeth Leu und Ueli Johner nach der Lesung im Kulturkeller Gerbestock (Bild: zvg.)

Elisabeth Leu und Ueli Johner nach der Lesung im Kulturkeller Gerbestock (Bild: zvg.)

Ueli Johner: «Für mich ist es jedes Mal eine grosse Freude, wenn ich Geschichten vorlesen darf. Dies ist in meinem Dorf, im geschichtsträchtigen Gerbestockkeller noch einmal etwas Spezielles. Ein grosser Teil der Zuhörer kam natürlich auch deshalb, weil wir zwei Protagonisten dieser Doppellesung dank unseres Politisierens auf der Gemeinde- und Kantonsebene bekannt sind. Aus meinem in Berndeutsch geschriebenen Buch las ich an diesem wunderschönen Anlass Geschichten vo Geschter u Hüt vor, die, vor allem beim Publikum gesetzteren Alters, eigene Erinnerungen und zum Teil auch Emotionen auslösten. Mein Vorgelesenes schlug die Anwesenden so in ihren Bann, dass man eine auf den Boden fallende Stecknadel hätte hören können.»

 

Elisabeth Leu-Lehmann: «Im Kulturkeller fühlte ich mich wohl, trotz der vielen bekannten Gesichter im Raum. Vor heimischem Publikum aus dem eigenen Buch vorzulesen war für mich neu. Lange habe ich mir überlegt was ich vorlesen soll. Es ist ja so spannend, die eigenen Erinnerungen und Geschichten auf einmal zwischen zwei Buchdeckeln in den Händen zu halten. Die meisten kennen mich als Politikerin und ehemalige Heimleiterin. Für mich war klar, ich lese aus den Erinnerungen an meine Wurzeln vor und bringe zwei weitere Geschichten, und zwar solche aus dem Alltag zum Lachen. Die Stille im Raum beim Lesen war beeindruckend. Eine Zuhörerin schreibt mir nach dem Anlass: Mit viel Liebe und Können hast du dein Buch vorgestellt und uns Zuhörer zum Schmunzeln gebracht.»