Buch schreiben: Meine persönliche Erfahrung? Es lohnt sich!

Ein Erfahrungsbericht von Maria Meier. Sie hat in der Edition Unik ihr Buch geschrieben.

Ein lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung: Ich habe ein Buch geschrieben! Aufgrund meiner Erfahrung bei Edition Unik kann ich dieses Projekt allen ans Herz legen, die gerne ein Buch schreiben möchten. Gerade so wichtig wie das Endresultat war für mich der ganze Schreibprozess, bei dem ich mich intensiv mit meiner Familiengeschichte und meiner eigenen Entwicklung befasst habe und dadurch vieles aufarbeiten oder aus einer anderen Optik betrachten konnte. Das Schreiben hatte für mich auch etwas sehr Verbindendes: Ich nahm Kontakt zu meinen Verwandten auf, tauschte mit meinen Geschwistern Erfahrungen aus und lernte andere Edition Unik Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennen.

Seit meiner Jugend hatte ich den Wunsch, eines Tages ein Buch zu schreiben. Letztes Jahr führten diverse Begebenheiten zu einer Intensivierung dieser Absicht. Als ich in der Zeitung vom Projekt der Edition Unik erfuhr, ergriff ich die Gelegenheit und meldete mich für die Herbstrunde 2017 an. Vor Weihnachten konnte ich dann zwei gedruckte Exemplare meines Buches «Mein eigenes Timbuktu» in Empfang nehmen. Und das im Alter von 52 Jahren!

Die vielen Versuche der letzten Jahre, einfach einmal mit dem Schreiben zu beginnen, scheiterten jeweils nach wenigen Zeilen. Das strukturierte Programm der Edition Unik kam mir sehr entgegen. Vor allem der straffe zeitliche Rahmen half mir, jeden Tag an meinem Buchprojekt zu schreiben. Bei der Auftaktveranstaltung gab es Teilnehmende, die bereits viel Vorarbeit geleistet hatten. Ich hingegen, startete mit vagen Ideen im Kopf, aber noch ohne Texte. Natürlich versuchten daraufhin ein paar entmutigende Gedanken, mein Vorhaben zu untergraben. Ich wehrte sie aber erfolgreich ab, indem ich die 17 Wochen mit der Edition Unik App als Experiment betrachtete, auf das ich mich ohne inneren Druck einlassen wollte.

Bei der Auftaktveranstaltung schien mir alles noch etwas abstrakt und ein gedrucktes Buch in weiter Ferne. Oftmals staunte ich darüber, dass mein grosser Wunsch, eines Tages ein Buch zu schreiben, tatsächlich Gestalt annahm und ich am Schreiben dranblieb.

An den Netzwerkveranstaltungen gefiel mir vor allem der Auftritt von Klara Obermüller, die über ihre Erfahrungen beim Schreiben eines persönlichen Buches berichtete. Ich entdeckte Parallelen und fühlte mich durch ihre Schilderungen ermutigt und auf dem richtigen Weg. Auch sie hatte ihr Buch ursprünglich nur für sich geschrieben. Um mich nicht selber unter Druck zu setzen, sagte ich mir beim Schreiben immer wieder, dass ich das Buch für mich selbst schreibe.

Berühren und bewegen
Dabei hatte ich doch in all den Jahren, in denen ich davon träumte, eines Tages ein Buch zu schreiben, immer gedacht: «Wenn ich auch nur einen Menschen auf dieser ganzen Welt damit bewegen kann, ist mein Ziel bereits erfüllt.» Inzwischen habe ich ein Buch geschrieben und bin sehr dankbar darüber, dass mir der Schreibprozess zu mehr Mut und Offenheit verholfen hat. So traute ich mich, es einigen nahestehenden Menschen zum Lesen zu geben. Mit grosser Freude stellte ich fest, dass alle (auch junge Leser), die mein Buch oder Auszüge davon gelesen haben, davon berührt waren. Mein Wunsch, meine Leser zu berühren, ging also in Erfüllung. Die ganze Erfahrung mit dem Schreiben zeigt mir, dass es sich für mich gelohnt hat, sehr persönliche Themen preiszugeben.

In «Mein eigenes Timbuktu» habe ich versucht, meine Gefühle aus Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter zu beschreiben. Sie alle haben einen Zusammenhang mit meiner Entwurzelung. Gleichzeitig lasse ich meine berufliche Erfahrung als Therapeutin einfliessen. Mein Wunsch war, ein gefühlvolles und gleichzeitig reflektiertes Buch zu schreiben.

Berührend und bewegend
Das gedruckte Buch an der Edition Unik Abschlussfeier in Empfang nehmen zu können, war natürlich ein bewegender Moment. Ebenso berührend war die anschliessende Lesung aus meinem Buch im Kreise der Edition Unik Teilnehmer. Zwar hat das Vorlesen Mut und Überwindung meiner Hemmungen gebraucht, aber ich möchte alle Absolventen ermutigen, an der Abschlussfeier aus ihrem Buch vorzulesen. Frau Meyer war für unsere Gruppe zuständig. Sie hat sich sehr gut vorbereitet und gab zu jedem Buch eine kurze Einleitung und leitete jeweils auch gekonnt zum nächsten Buch über. Für diese würdevolle Unterstützung danke ich ihr. Ebenso möchte ich diesen Erfahrungsbericht mit einem Dank an das ganze Edition Unik Team abschliessen: Herzlichen Dank für dieses tolle Projekt und für die gute und freundliche Begleitung!

 
Ein lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung: Ich habe ein Buch geschrieben!
— Maria Meier
 

Maria Meier, Dipl. Übersetzerin und Dipl. Integrative Kinesiologin
www.kinesiologie-meier.ch

  Foto: zvg.

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