Mit Methode zum eigenen Buch

Die Edition Unik bietet verschiedene Arten der Unterstützung beim Schreiben. Welche davon helfen den Teilnehmenden am besten? Wir haben nach der Frühjahrsrunde 2016 eine Umfrage durchgeführt. Sie gibt aufschlussreiche Antworten.

Jede Projektausgabe der Edition Unik fasst das Schreiben in einen zeitlichen Rahmen: Es gibt einen Anfang und ein Ende. Der Redaktionsschluss markiert das Ende eines jeden Schreibzyklus. Dadurch entsteht ein «produktiver Druck»: Die Schreibenden haben ein konkretes Ziel vor Augen. Wir freuen uns, dass die grosse Mehrheit der Teilnehmer/innen diesen Zeitraum für angebracht hält. 9 von 10 Personen finden 17 Wochen Projektdauer für die Bewerkstelligung der Aufgabe «genau richtig».

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Auch innerhalb einer Projektausgabe gibt es zeitliche Vorgaben – in Form von drei Etappen. Sie heissen «Erinnerungen Sammeln», «Geschichten Sortieren» und «Buch Gestalten». Die Etappen helfen nicht nur beim Timing der Schreibarbeit, sondern bieten auch inhaltliche Unterstützung, da mit jeder Etappe neue Aufgaben und Arbeiten verbunden sind.

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Mit Entwicklung der Etappen scheint uns etwas Gutes gelungen zu sein – denn 8 von 10 Personen werten die Einteilung in die Etappen als «eher nützlich» oder «sehr nützlich». Über die Gesamtbewertung des Projekts freuen wir uns besonders: Über 90% sind mit dem Projekt als Ganzes und mit der Arbeit in der Edition Unik App zufrieden.

Wir haben des Weiteren abgefragt, wie intensiv die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unsere Unterstützungsangebote nutzen und wie sie sie bewerten. Dabei zeigt sich: Das gedruckte Handbuch, das wir zu Beginn abgegeben, bleibt während der gesamten Schreibdauer die meistgenutzte Hilfe. Darauf folgen zwei Formen von Kommunikation per E-Mail: Zunächst das Rundschreiben, das wir etwa einmal pro Woche versenden, und dann die individuelle Betreuung, die wir via E-Mail anbieten. Auf Platz 4 folgen die Tipps zum Schreiben, Formulieren, Texten, die wir in der App publizieren, in der auch die Texte der Teilnehmenden entstehen. Auch unsere Unterstützung per Telefon wird geschätzt.

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Eine Frage, die uns seit Längerem beschäftigt, lautet: Fangen die Teilnehmenden erst in der Edition Unik mit dem Schreiben ihrer Geschichten an oder bringen die meisten von ihnen schon viele fertig formulierten Texte mit? Unser Ziel ist es, Menschen, die noch nicht schreiben, genau dazu zu befähigen. Und gemäss der Umfrage schaffen wir das auch: Nur jede/r zehnte Teilnehmer/in hat «einen grösseren Teil» der Texte für das eigene Buch bereits vor Projektbeginn geschrieben.

Für wen schreiben unsere Autorinnen und Autoren eigentlich? Es gibt in der Edition Unik Menschen, die für sich ganz allein schreiben oder die eine wirkliche Öffentlichkeit suchen. Beide Extreme sind jedoch in der Minderheit. Den meisten geht es darum, innerhalb der Familie, des Freundeskreises oder auch einer interessierten Leserschaft innerhalb des Projekts etwas weiterzugeben. Sie möchten einen Erinnerungsschatz bergen und ihre Erinnerungen vor allem denjenigen mitteilen, die daran ein eigenes Interesse haben.

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