Fünf Fragen an: Bruno Glaus

Bild: Pexels.com

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1. Was ist Ihre Rolle in der Edition Unik?
Ich bin Wiederholungstäter und schliesse in dieser Runde mein viertes Buch ab. Ich ich verstehe mich auch als Botschafter: Mittels Zeitungsberichten und Lesungen stelle ich das Projekt der Öffentlichkeit vor.

2. Braucht es die Edition Unik?
Ja, wir brauchen Mischwald statt Monokultur! Es braucht kostengünstige, niederschwellige, nischenorientierte Kulturprojekte. Aus der Fülle von Persönlichem entsteht nach und nach ein zeitgeschichtliches Biotop, Zeitgeschichte geschrieben von unten.

3. Was raten Sie den Schreibenden?
Nehmen Sie sich nicht die ganze Biografie vor, sondern beschränken Sie sich. Haben Sie Hemmungen, versuchen Sie es mit einem kleinen Werk. Das motiviert, weitere Bücher zu schreiben. Und erarbeiten Sie eine Themenliste mit vorläufigen Arbeitstiteln.

4. (Wie) soll es mit der Edition Unik weitergehen?
Das Projekt muss zum breit abgestützten Selbstläufer werden. Im Hinblick darauf sollten Austausch und Vernetzung weiter gefördert werden.

5. Was lesen Sie am liebsten?
Bücher und Zeitungen, die mit meinen gesellschaftspolitischen Interessen verbunden sind. Zur jüngeren Zeitgeschichte lese ich Tony Judts Buch Dem Land geht es schlecht. Ich lese auch immer wieder Literatur aus den Ländern, die ich bereise, so jüngst zu Südafrika J.M. Coetzees Schande.

Bruno Glaus ist nicht nur als Teilnehmer für die Edition Unik aktiv. Unter anderem organisiert er Lesungen in Eigenregie, so die Novemberlesung Schwein gehabt im Museum Zeitfalten, Uznach, sowie die oben beschriebene Bergwanderung.