Das alte Haus mit seinen Tücken

Ein Gastbeitrag von Pia Tschupp. Sie hat in der Edition Unik ihr Buch geschrieben, die Geschichte «das alte Haus…» ist darin erschienen.

Fotos: zvg.

Fotos: zvg.

Das Brennholz kommt aus dem nahen Wald. Für den Kachelofen mag ich die «Bürdeli» gerne selber machen. Stecken und Reisig in 80 cm lange Stücke sägen oder hauen, auf dem Wellenbock einspannen, mit Schnüren binden, trocknen lassen. Das Geheimnis dieser uralten Heizmethode mit «Bürdeli» ist nicht endgültig gelüftet.

 

Die kleinen Fenster lassen eine Lichtdurchflutung der Wohnräume nur bedingt zu. Die Zimmereinteilung ist willkürlich und weist auf ein Generationenhaus hin.  Die angebaute Scheune bietet weit mehr Raum als der bewohnte Teil.

Der Bach mit seinen Allüren hat es schon geschafft, über die Ufer zu treten und den Keller zu fluten. Schwimmende Weinflaschen.

Im Winter versuchen die Marder immer wieder, Unterschlupf zu finden in der wohligen Dachisolation. Letzten Frühling – ich war in New York – hat sich ein Bienenschwarm im hohen Kamin verirrt, wo er nach einem Kälteeinbruch nicht hat überleben können. Mäuse fühlen sich in den Zwischenwänden wohl, bis die Quartierkatzen dem Gewusel und der Nagerei ein Ende bereiten. Auch Spinnen mögen das bäuerliche Ambiente.